Finanzierungsmittel
Die Diversifikation unseres Refinanzierungsprofils nach Anlegerkategorien, Regionen, Produkten und Instrumenten ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Liquiditätsrisikomanagements. Unsere Kernfinanzierungsquellen sind Privatkunden-, Mittelstands- und Treuhandgelder sowie langfristige Kapitalmarktmittel. Kundeneinlagen, Gelder institutioneller Anleger sowie Interbankeneinlagen sind weitere Finanzierungsquellen. Letztere werden primär zur Finanzierung der liquiden Aktiva eingesetzt.
Die folgende Grafik zeigt die Zusammensetzung unserer externen unbesicherten Finanzierungsmittel, die zur Liquiditätsrisikoposition beitragen (was zum Beispiel sich selbst finanzierende strukturierte Anteile nicht mit einschließt), zum 31. Dezember 2007 und zum 31. Dezember 2006, jeweils in Mrd €, sowie als prozentualer Anteil an den externen unbesicherten Verbindlichkeiten insgesamt.
In die Liquiditätsablaufbilanz (Funding Matrix) stellen wir alle für das Refinanzierungsprofil relevanten Aktiva und Passiva nach ihrer Laufzeit in Zeitbänder ein. Da handelbare Wertpapiere in der Regel liquider sind, als ihre vertraglichen Laufzeiten erkennen lassen, haben wir individuelle Liquiditätsprofile erstellt, die deren relativen Liquiditätswert zeigen. Aktiva und Passiva aus dem Retail Banking, die üblicherweise unabhängig von den geltenden Kapitalmarktbedingungen erneuert oder verlängert werden (Immobilienfinanzierungen und Retaileinlagen), ordnen wir entsprechend der erwarteten Prolongation bestimmten Zeitbändern zu. Wholesaleprodukte stellen wir entsprechend ihren vertraglichen Laufzeiten ein.
Die Liquiditätsablaufbilanz zeigt für jedes Zeitband einen Überschuss beziehungsweise einen Fehlbestand an Finanzierungsmitteln und ermöglicht die Steuerung offener Liquiditätspositionen. Die Liquiditätsablaufbilanz bildet eine wichtige Grundlage für unseren jährlichen Emissionsplan, der nach Genehmigung durch das Capital and Risk Committee unsere Emissionsziele nach Laufzeit, Volumen und Instrument festlegt.
Insgesamt hat Treasury im Jahr 2007 Kapitalmarktinstrumente in Höhe von etwa 44,6 Mrd € begeben und damit die ursprüngliche Zielgröße von 23 Mrd € nach oben korrigiert. Diese erhöhte Kapitalmarktemission war eine von einer ganzen Reihe von Maßnahmen im Zuge der sich verschlechternden Marktbedingungen in der zweiten Jahreshälfte zur Stärkung unserer stabilen Liquiditätsposition, um existierende Zusagen zu refinanzieren, Neugeschäft zu ermöglichen und uns auf andere Eventualitäten vorzubereiten.
Die Kapitalmarktemissionen stellen einen wichtigen Teil der unbesicherten Refinanzierungsmittel der Deutschen Bank dar und sind breit diversifiziert.
Das Gesamtvolumen der ausstehenden Kapitalmarktemissionen betrug zum Ende des 4. Quartals 2007 EUR 103 Mrd.
“Bondholder Value” - KonzeptDas “Bondholder Value”-Konzept der Deutschen Bank kann wie folgt definiert werden:
- Faire Preisgestaltung in verschiedenen Märkten
- Gleichbehandlung aller Investoren
- Liquider Sekundärmarkt
- Aktive Kommunikation mit Investoren
- Benutzerfreundliche Dokumentation (Anleihebedingungen und Rahmenprogramme)